Moin Fetisch-Freunde (und die, die es werden wollen),
wir müssen über Materialien reden.
Normalerweise trage ich Baumwolle. Lisa trägt Seide oder Spitze.
Aber es gibt da diesen einen Stoff, der im Internet einen eigenen Kultstatus hat. Der glänzt wie ein frisch polierter Sportwagen und quietscht wie ein nasser Turnschuh auf Parkett.
Latex.
Ich gebe zu: Ich fand den Look schon immer heiß. Es hat etwas Futuristisches, Künstliches. Es schreit: „Das hier ist kein Kuschel-Sex, das hier ist Action.“
Lisa war skeptisch. Ihre Worte: „Thomas, darin sieht man aus wie eine Presswurst und schwitzt wie ein Schwein.“
Challenge accepted.
Ich habe gesagt: „Wir probieren es aus. Low Budget, aber echtes Gummi. Wenn es scheiße ist, werfen wir es weg.“
Wir haben für 200 Euro bei Amazon und einem Fachshop bestellt.
Hier ist das Protokoll unseres Abends in der zweiten Haut. Und ja, wir haben Fehler gemacht. Viele Fehler.
Der Einkauf: Was braucht man wirklich?
Ich dachte: Kaufst halt ein Kleid und eine Hose.
Falsch. Latex ist eine Wissenschaft.
Hier ist unser Warenkorb für den Start (bitte nicht den Billig-Mist aus China für 20€ kaufen, das stinkt nach Autoreifen!):
- Für Sie: Ein einfaches Schlauchkleid (ca. 80€). Nicht zu viele Reißverschlüsse, die klemmen nur.
- Für Ihn: Eine Boxershorts (ca. 50€). Ich wollte nicht gleich den Ganzkörperanzug (Stichwort: Hitzschlag).
- Ganz wichtig: Silikonöl (Vividress oder BeGloss). Ohne das kommt ihr nicht rein. Und ohne das glänzt es nicht. Kauft viel davon.
- Noch wichtiger: Talkum-Puder.
Kosten: Ca. 180€ inklusive Pflegezeug.
Phase 1: Der Anzieh-Kampf (Die Realität vs. Porno)

Im Film gleitet die Frau elegant in den Anzug.
In Wermelskirchen im Schlafzimmer sah das anders aus.
Latex ist stumpf. Es klebt an der Haut wie Superkleber.
Ich: „Schatz, einfach reinsteigen.“
Lisa: „Es geht nicht. Es steckt an meiner Wade fest.“
Wir zerrten. Wir fluchten. Ich hatte Angst, das 80-Euro-Teil mit meinen Fingernägeln zu zerreißen (Latex reißt verdammt schnell!).
Dann der Gamechanger: Silikonöl.
Wir haben Lisa quasi eingeölt wie einen Bodybuilder vor dem Wettkampf. Flutsch.
Plötzlich glitt das Kleid über die Hüften.
Erste Lektion:
Versuch niemals, Latex trocken anzuziehen. Du wirst scheitern und weinen. Nutzt Öl oder Puder. Viel davon.
Phase 2: Der „Look & Feel“ (Warum es den Aufwand wert ist)
Als sie endlich drin war… wow.

Leute, Fotos bringen das nicht rüber.
Latex glättet alles. Es drückt die Kurven in Form. Lisa sah aus wie eine Superheldin aus einem Marvel-Film. Oder wie eine Dominatrix aus der Zukunft.
Aber das Beste war das Gefühl.
Ich habe sie angefasst. Es ist nicht wie Haut. Es ist glatt, kühl und doch warm (weil die Körperwärme sofort gespeichert wird).
Meine Hände glitten über ihren Körper ohne Widerstand.
Lisa meinte: „Es fühlt sich an wie eine ständige Umarmung. Es ist super eng, aber irgendwie sicher.“
Und dann der Geruch. Dieser leichte Gummi-Duft (nicht Reifen, eher wie Luftballon, aber sexy). Das triggert irgendwas im Reptiliengehirn.
Phase 3: Die Action (Quietschen & Schwitzen)
Sex in Latex ist… anders.
Es ist laut. Bei jeder Bewegung macht es Fwip-Fwip-Quietsch.
Am Anfang mussten wir lachen. Es klang, als würden zwei Delfine ringen.
Aber man gewöhnt sich dran.
Das Problem ist die Reibung.
Latex auf Latex bremst.
Latex auf Haut klebt.
Latex mit Öl flutscht wie Hölle.
Wir hatten überall Silikonöl. Auf dem Bettlaken (Tipp: Legt ein Handtuch drunter, Silikonflecken gehen nie wieder raus!), an meinen Händen, in meinen Haaren.
Wir waren eine rutschige Masse.
Aber genau das war geil. Es war dreckig, es war intensiv. Durch die Enge des Materials spürt man jede Berührung doppelt so stark.
Der Hitze-Faktor:
Lisa hatte Recht. Man schwitzt.
Da das Material nicht atmet, bildet sich unter dem Kleid ein eigener kleiner Regenwald.
Nach 20 Minuten Action lief ihr der Schweiß das Bein runter.
Manche finden das geil („Wet Look“ von innen).
Manche finden es eklig.
Wir fanden es okay, aber man muss Pausen machen und trinken. Viel trinken.
Phase 4: Das Ausziehen (Der Endgegner)

Nach dem Höhepunkt (der übrigens sehr intensiv war, weil das Material den Körper so sensibel macht) kam das Ausziehen.
Verschwitzt + Vakuum = Festsaugen.
Es machte PFLOPP, als wir das Kleid von ihrem Rücken zogen.
Darunter: Rote Haut, Abdrücke von den Nähten, und viel Schweiß.
Wir mussten direkt unter die Dusche. Das Silikonöl muss man mit Seife abschrubben, sonst glitscht man am nächsten Tag noch aus der Dusche.
Mein Fazit: Top oder Flop?
Ist Latex alltagstauglich?
Nein. Der Aufwand (Einölen, Anziehen, Schwitzen, Ausziehen, Waschen, Pudern) ist riesig. Das ist nichts für den Quickie vor der Tagesschau.
Ist es das Geld wert?
JA.
Für besondere Abende. Wenn man Zeit hat (siehe Kalender-Hack).
Es verwandelt deine Partnerin optisch und haptisch in ein anderes Wesen. Es durchbricht den Alltag komplett. Wenn sie das Kleid anhat, ist sie nicht mehr „Lisa aus der Buchhaltung“, sie ist „The Rubber Queen“.
Mein Tipp für Einsteiger:
- Kauft nicht zu klein. Wenn ihr zwischen S und M schwankt, nehmt M. Atmen ist wichtig.
- Kauft Pflege-Sets. Latex muss nach dem Waschen gepudert werden, sonst klebt es zusammen und ist kaputt.
- Legt Handtücher unter. Ernsthaft.
- Fangt mit kleinen Teilen an (Handschuhe, Strümpfe), bevor ihr den Ganzkörperanzug kauft.
Traut euch. Es quietscht, aber es knallt.
Euer Thomas
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Marko schreibt dort sehr persönlich über seine Erlebnisse mit Masken, Latex und Co. – absolut lesenswert für jeden, der über den Tellerrand schauen will.