Moin Leute,
Thomas hier. Es ist Samstagabend in Wermelskirchen.
Normalerweise sieht unser Abend so aus: Wir bestellen Sushi, wir streiten uns 20 Minuten lang darüber, welchen Film wir gucken, dann schläft einer von uns (meistens Lisa) nach 15 Minuten auf der Couch ein. Erotik-Faktor: Minus 10.
Diesen Samstag wollten wir es anders machen.
Wir haben das WLAN am Fernseher gekappt.
Wir haben eine Flasche Wein geöffnet.
Und wir haben den App-Store und Amazon leergekauft.
Das Thema: Gamification.
Können Apps und Kartenspiele das Feuer neu entfachen? Oder ist es einfach nur peinlich, wenn dir dein Handy befiehlt: „Lecke ihren Bauchnabel für 30 Sekunden“?
Wir haben für euch den ultimativen Cringe-Test gemacht.
Wir haben gelacht, wir haben die Augen verdreht, und am Ende… na ja, das Bett musste neu bezogen werden.
Hier sind unsere Top- und Flop-Kandidaten für euren nächsten Date-Night.
Kategorie 1: Die Apps (Der digitale Würfel)

Wir starteten mit dem Smartphone. Es gibt tausende „Sex Dice“ und „Truth or Dare“ Apps. 99% davon sind Müll voller Werbung („Schau dir dieses 30-Sekunden-Video an, um eine Sexstellung freizuschalten“ – absoluter Abturner).
Aber wir haben zwei gefunden, die taugen.
App 1: „Kindu“ (Der Eisbrecher)
Das ist keine „Mach dies, mach das“-App, sondern eine Match-App.
Jeder installiert sie auf seinem Handy. Man bekommt Vorschläge für Fantasien oder Praktiken (von „Romantisches Dinner“ bis „Fesseln im Keller“).
Du wischt: Ja, Nein, oder Vielleicht.
Der Clou: Du siehst nur die Matches.
Wenn ich „Anal“ mit Ja markiere und Lisa mit Nein, erfährt sie es nie. Keine Peinlichkeit.
Wenn wir beide Ja sagen: BÄM! Match.
Unser Erlebnis:
Wir saßen uns gegenüber und wischten.
Plötzlich ploppte ein Match auf: „Sex an einem öffentlichen Ort.“
Wir schauten uns an.
Lisa: „Echt? Du auch?“
Ich: „Ja. Ich dachte, du findest das zu riskant?“
Lisa: „Naja… der Supermarkt war schon heiß.“ (Siehe unseren [App Toys Test]).
Fazit: Gold wert für die Kommunikation. Wir haben Dinge voneinander erfahren, die wir uns in 5 Jahren Beziehung nicht getraut haben zu fragen.
App 2: „Dirty Truth or Dare“ (Der Klassiker)
Wir haben die Version von Naughty Games getestet (Achtung: In-App-Käufe für die „Extreme“-Stufe lohnen sich).
Stufe „Soft“ ist langweilig („Küss ihren Hals“).
Stufe „Hot“ wird interessant.
Stufe „Extreme“… oh boy.
Die beste Aufgabe:
Lisa musste mir einen Eiswürfel in die Boxershorts stecken und ihn dort schmelzen lassen – nur mit ihrem Mund.
Ich musste eine Minute lang ihre Brüste massieren, ohne ihre Nippel zu berühren (Folter!).
Der Cringe-Faktor:
Manche Aufgaben sind anatomisch unmöglich oder einfach seltsam („Rieche an ihrer Achselhöhle und beschreibe den Duft wie ein Sommelier“). Da haben wir Tränen gelacht. Aber Lachen ist gut. Es nimmt den Druck raus.
Kategorie 2: Analoge Spiele (Karten & Würfel)

Handy weg. Wir wollten was zum Anfassen.
Das Kartenspiel: „Sondergut – Das Spiel für Paare“
Das sind Fragekarten. Keine Aufgaben, nur Fragen.
Klingt langweilig? War es aber nicht.
Fragen wie:
- „Wann hast du dich mir am nächsten gefühlt?“
- „Welche sexuelle Fantasie hast du dich noch nie getraut auszusprechen?“
Das ist kein Spiel für den schnellen Fick. Das ist „Deep Talk“ mit Wein.
Wir haben zwei Stunden lang nur geredet.
Und dieses Reden hat eine Intimität geschaffen, die viel stärker war als jedes Pornoschauen. Als wir danach ins Bett gingen, war es kein „Trieb-Sex“, sondern „Liebes-Sex“. (Klingt kitschig, ist aber so).
Die Sex-Würfel (Der schnelle Kick)

Zwei Würfel.
Würfel 1: Verb (Lecken, Küssen, Beißen, Streicheln).
Würfel 2: Körperteil (Hals, Oberschenkel, Lippen, …).
Unser Test:
Lisa würfelt: „Beißen“ + „Ohr“.
Heiß.
Ich würfle: „Blasen“ (Pusten!) + „Knie“.
Wir haben gelacht. Wer pustet schon ein Knie an?
Aber dann würfelte ich: „Massieren“ + „Po“.
Das führte direkt zu unserem [Analverkehr Guide] Experiment.
Würfel sind super als Vorspiel, wenn man einfallslos ist. Sie nehmen dir die Entscheidung ab.
Kategorie 3: DIY (Selbstgemacht ist am besten)
Am Ende waren uns die Apps zu starr. Wir haben unser eigenes Spiel erfunden.
Ich nenne es: Das Jenga der Lust.
Wir haben ein altes Jenga-Spiel genommen (diese Holztürme).
Auf jeden Stein haben wir vorher eine Aufgabe geschrieben.
- „Zieh ein Kleidungsstück aus.“
- „5 Minuten Oralverkehr (empfangen).“
- „Blind füttern.“
- „Spanking (leicht).“
Die Regel: Wer den Turm umwirft, muss eine Strafaufgabe erfüllen (die der andere sich ausdenkt).
Das Spiel baut eine enorme Spannung auf. Mit jedem Stein wackelt der Turm mehr. Und mit jedem Stein wird man nackter.
Die Konzentration auf die wackeligen Steine lenkt vom Alltag ab. Man ist im „Flow“.
Und wenn der Turm fällt… nun ja, bei uns fiel er, als ich gerade „Kuss auf den Bauchnabel“ ziehen wollte.
Lisas Strafe für mich? Ich musste ihr die Füße massieren (siehe [Fußmassage Guide]), während ich gefesselt war.
Fazit: Spieltrieb = Sextrieb
Warum funktionieren diese Spiele?
Nicht wegen der Aufgaben an sich.
Sondern weil sie uns die Erlaubnis geben.
Wir müssen nicht selbst die Initiative ergreifen und sagen: „Ich will jetzt das und das.“ Das Spiel befiehlt es.
Das nimmt die Hemmung. „Ich mach das ja nur, weil die App es sagt…“ (Zwinker, Zwinker).
Unsere Top-Empfehlung:
- Für Deep Talk: Fragekarten (baut Nähe auf).
- Für Action: Selbstgemachtes Jenga (personalisiert und spannend).
- Für Tech-Nerds: Kindu (um Grenzen auszuloten).
Probiert es aus. Und wenn eine Aufgabe scheiße ist: Es gibt immer den „Joker“ (einen Schluck Wein trinken). Aber glaubt mir, nach dem dritten Glas Wein wollt ihr keine Joker mehr, ihr wollt die Action.
Viel Spaß beim Spielen!
Euer Thomas
Weitere Guides für Spielkinder:
- [Fetisch & BDSM Einsteiger] – Viele Spiele beinhalten leichte Fesselspiele oder Dominanz.
- [App Toys Fernsteuerung] – Wenn ihr das Handy schon in der Hand habt, verbindet es doch gleich mit dem Vibrator.
- [Sex im Auto & Outdoor] – Wenn die App sagt „Geht nach draußen“, dann wisst ihr jetzt, wie es geht.
- [Dirty Talk Skripte] – Wenn euch die Worte fehlen, hilft dieser Guide weiter als jeder Würfel.