Vorwort von Thomas:
Moin Leute,
wir reden hier oft über die Riesen der Branche wie OnlyFans oder MyDirtyHobby. Aber sind wir ehrlich: Für viele Creatorinnen ist es ein Kampf gegen Windmühlen (und Algorithmen).
Ich habe Sofia kennengelernt, eine Kollegin, die nicht nur meckert, sondern macht. Sie hat Femmez gegründet – eine Plattform von Creatorn für Creator.
Ich habe sie gebeten, ihre Geschichte zu erzählen: Warum sie OnlyFans verlassen hat und warum Femmez vielleicht genau das ist, was viele von euch suchen. Hier ist ihr Bericht.
Femmez ist nicht entstanden, weil ich „noch eine Plattform“ bauen wollte.
Ich bin Sofia, selbst seit vielen Jahren Creator*in, und Femmez entstand aus Frust, Enttäuschung – und dem Wunsch, nicht ständig von Algorithmen, Sperren und Willkür abhängig zu sein.
Ich habe über Jahre erotische Inhalte produziert, verkauft, pausiert und neu angefangen – und immer wieder erlebt, wie schnell man auf großen Plattformen unsichtbar wird. Diese Geschichte beginnt lange vor Femmez. Und sie erklärt, warum ich heute einen anderen Weg gehe.
Kreative Leidenschaft statt schneller Klicks
Erotische Filme zu drehen begleitet mich schon seit meiner Jugend. Die ersten Clips habe ich auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht – viele davon existieren heute gar nicht mehr. Die einzige, die bis heute geblieben ist, ist MyDirtyHobby, wo ich von Anfang an mit dabei war.
Geld stand dabei nie im Vordergrund. Was mich bis heute fasziniert, ist die Kunst, sich selbst erotisch in Szene zu setzen: das passende Setup, ein stimmig eingerichteter Drehort, Licht, Kreativität beim Drehbuch, Videoschnitt, das Schreiben von Videobeschreibungen. Für mich war und ist das ein kreativer Prozess – fast schon Handwerk.
Wenn Ehrlichkeit und Erotik kollidieren
Dieses Hobby führte allerdings immer wieder zu Konflikten in Partnerschaften. Oft habe ich nur dann gedreht, wenn ich Single war – manchmal auch heimlich während Beziehungen. Das hatte für mich stets einen bitteren Beigeschmack, denn ich bin ein sehr ehrlicher Mensch.
Hinzu kam ein weiteres Problem: Durch längere Pausen zwischen Veröffentlichungen spielten mich die Plattform-Algorithmen kaum noch aus. Meine Videos verschwanden in der Unsichtbarkeit. Ich wollte mich zeigen, so wie ich bin. Ich glaube, das geht vielen kreativen Menschen ähnlich – gesehen zu werden gehört einfach dazu. Doch die Mechanismen der Plattformen machten genau das unmöglich.
Gemeinsame Filme, neue Perspektiven
Später lernte ich meine Frau Sarah kennen. Ihr habe ich meine Leidenschaft anvertraut. Anfangs verstand sie es nicht. Sie dachte, es ginge mir nur darum, fremde Männer geil zu machen. Wenn ich ehrlich bin: vielleicht ein kleines bisschen – grins. Aber das trifft es nicht wirklich.
Was ich liebe, ist das Gefühl, anderen Menschen etwas zu geben. Dankbares Feedback nach einem Verkauf, ehrliche Nachrichten von Fans – das bedeutet mir viel.
Ein paar Wochen nach meinem Outing äußerte Sarah den Wunsch, es selbst einmal auszuprobieren und gemeinsam zu drehen. Ich war zunächst skeptisch, weil ich dachte, sie wolle mir nur einen Gefallen tun. Doch wir ließen es zu und drehten unseren ersten gemeinsamen Film. Das veränderte vieles. Es blieb nicht bei einem Film – wir machten weiter. Unsere Partnerschaft wuchs daran, wir wurden enger.
Plattform-Frust: Wenn Erfolg plötzlich verschwindet
Um unsere Filme zu verkaufen, testeten wir verschiedene Plattformen. Anfangs lief es sehr gut über Erotikmarkt.de – so gut, dass wir mit den Anfragen kaum hinterherkamen. Doch über Nacht brachen die Verkäufe vollständig ein. Kaum noch Anfragen, obwohl unsere Filme qualitativ immer besser wurden.
Also probierten wir weitere Plattformen aus, unter anderem OnlyFans. Diese Erfahrung brachte uns an unsere Grenzen. Die Verifizierung unseres Paar-Accounts dauerte fast drei Wochen. Der Support half kaum weiter. Innerlich hatten wir bereits aufgegeben, als schließlich die Freigabe-Mail kam. Eine Woche später folgte die nächste Nachricht: Account gesperrt.
Wir verstanden die Welt nicht mehr. Keine Regelverstöße, nichts Verbotenes – trotzdem gesperrt. Für uns fühlte sich das wie pure Schikane an.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit
Damit war klar: Wir wollten unabhängig werden. Unabhängig von unfairen Algorithmen und Plattformen, auf denen wir offenbar nicht erwünscht waren. Wir wollten etwas Eigenes. Etwas, das bleibt. Etwas, das auch bei längeren Drehpausen sichtbar ist – ohne täglich Social-Media-Werbung machen zu müssen.
So entstand unsere eigene Webseite und die Erotikmarke SarahSofia. Wir steckten viel Arbeit, Zeit und Liebe hinein – und es funktionierte. Die Resonanz der Fans war überwältigend. Wir waren stolz darauf, uns von etablierten Plattformen gelöst zu haben.
Warum nicht alle Creator*innen diesen Weg gehen können
Irgendwann kam mir der Gedanke: Wie schade, dass andere Creator*innen diese Möglichkeit nicht haben. Zunächst versuchte ich, beim Aufbau eigener Webseiten zu helfen. Doch schnell wurde klar: Vielen fehlt entweder das technische Know-how oder schlicht die Zeit.
Also entstand die Idee, Profile auf SarahSofia anzulegen – zur Vorstellung, mit Kontaktdaten und optionalen Verlinkungen zu Plattformen wie OnlyFans oder MyDirtyHobby. Die Idee kam gut an. Innerhalb weniger Wochen entstanden mehrere Creatorinnen-Portraits.
Doch das Projekt wuchs weiter: Anzeigen, erste Community-Funktionen. Und allmählich wurde klar, dass SarahSofia dafür der falsche Ort war. Eigene Filme und Erotikblog auf der einen Seite, die Vorstellung anderer Creator*innen auf der anderen – das passte nicht mehr zusammen.
Die Geburtsstunde von Femmez
Es war Zeit, dem Ganzen einen eigenen Raum zu geben.
Ende November 2025 baute ich das Projekt komplett neu auf – auf einer eigenen Domain. Das war die Geburtsstunde von Femmez.
Meine Vision war eine faire OnlyFans-Alternative, in der Creator*innen sich gegenseitig unterstützen, statt gegeneinander zu kämpfen. Ohne Algorithmen, die einige bevorzugen und andere unsichtbar machen. Ohne Bestrafung, wenn man einmal weniger aktiv ist.
Anders als auf vielen Plattformen bleiben Profile auf Femmez dauerhaft sichtbar und können auch über Google gefunden werden. Wer sich einloggt, wird nicht „nach unten gedrückt“, sondern erscheint wieder oben – genau dann, wenn er oder sie erreichbar ist.
Community statt Konkurrenz
Gerade für Einsteiger*innen, die erstmals erotischen Content verkaufen möchten, sehe ich hier großes Potenzial. In unserer Femmez-Plaudergruppe tauschen wir uns aktiv aus, geben Support, sprechen offen über andere Plattformen und teilen Erfahrungen.
Niemandem wird verboten, über mögliche „Konkurrenten“ zu reden – im Gegenteil.
Ein anderes Bezahlmodell
Ein weiterer Unterschied betrifft das Bezahlmodell. Viele Menschen sind inzwischen Abo-müde und haben keine Lust mehr, mehrere laufende Mitgliedschaften im Blick zu behalten.
Auf Femmez gibt es deshalb kein klassisches Abo-System. Stattdessen funktioniert die Plattform über einzelne Anzeigen und direkte Absprachen – ähnlich wie man es von Kleinanzeigen kennt.
Creator*innen zahlen dafür nichts. Die laufenden Kosten für Sicherheit, Support und Betrieb werden über einen kleinen Beitrag der Fans getragen.
Femmez als bewusste Alternative
Wenn du dich in diesen Erfahrungen wiedererkennst, findest du auf Femmez einen Ort, an dem andere Wege ausprobiert werden.
Ohne Druck. Ohne Versprechen. Einfach als Möglichkeit.