Moin Brüder,
wir müssen über Eifersucht reden.
Eifersucht gilt als Gift. „Wer eifersüchtig ist, vertraut nicht“, sagen die Therapeuten.
Ich sage: Eifersucht ist Benzin. Wenn man weiß, wie man es dosiert.
Ich bin seit Jahren glücklich mit Lisa. Ich will keine offene Beziehung. Ich will nicht im Swingerclub auf einer fremden Luftmatratze liegen. Ich bin zufrieden.
Aber: Zufriedenheit ist der kleine Bruder von Langeweile.
Der Sex war gut. Vertraut. Kuschelig.
Aber wann hatte ich das letzte Mal Herzrasen? Wann hatte ich das letzte Mal Angst, sie zu verlieren?
Diese Angst – dieser kleine Stich im Magen – ist der stärkste Aphrodisiakum, das es gibt.
Ich habe mich gefragt:
Kann ich dieses Gefühl künstlich erzeugen, ohne unsere Beziehung zu sprengen?
Kann ich so tun, als würde sie fremdgehen, nur um mich dann wieder wie der Gewinner zu fühlen, der sie am Ende bekommt?
Willkommen in der Welt von „Cuckolding Light“. Oder wie ich es nenne: Interaktives Hörbuch im Bett.
Was zur Hölle ist das?
Beim klassischen Cuckolding schaut der Mann zu, wie seine Frau echten Sex mit einem anderen hat. Das ist Hardcore. Das ist für viele (mich eingeschlossen) zu viel Risiko.
Bei der „Light“-Version passiert alles nur im Kopf.
Es ist Storytelling.
Wir liegen im Bett. Wir haben Sex. Aber statt zu schweigen oder „Ich liebe dich“ zu flüstern, erzählen wir eine Geschichte.
Eine Geschichte, in der Lisa nicht meine brave Ehefrau ist, sondern eine Frau, die gerade in einer Bar abgeschleppt wird.
Mein erstes Mal (Der Testlauf)

Ich hatte Schiss, es anzusprechen.
„Hey Schatz, hast du Bock so zu tun, als würdest du den Postboten vögeln?“ – Das kann böse nach hinten losgehen.
Also habe ich es subtil gemacht.
Wir hatten Sex (Missionarsstellung, Standard). Ich habe sie angesehen und einfach gesagt:
„Du siehst heute so verdammt gut aus. Ich wette, der Typ an der Kasse im Rewe hat dir heute auf den Arsch geschaut, oder?“
Lisa stutzte kurz. Dann grinste sie. „Vielleicht.“
Ich: „Hat er? Was hat er gedacht? Dass er dich gerne hier auf diesem Bett hätte?“
Lisa (atmet schwerer): „Ja. Wahrscheinlich.“
Ich: „Tja. Pech für ihn. Du bist hier bei mir. Du gehörst mir.“
Bumm.
Der Sex veränderte sich sofort. Er wurde härter. Besitzgreifender.
Durch die Vorstellung, dass ein anderer sie will, wurde sie für mich wertvoller. Das ist simple Marktökonomie: Hohe Nachfrage = Hoher Wert.
Warum das funktioniert (Der Psychologie-Hack)

Männer sind territorial.
Wenn wir das Gefühl haben, unsere Frau ist „sicher“, schlafen wir ein.
Wenn wir das Gefühl haben, sie ist „begehrt“ (Konkurrenz), wachen wir auf.
Dieses Spielchen triggert den Eroberungsinstinkt.
Du bist nicht mehr der Ehemann, der den Müll rausbringt. Du bist der Typ, der die heiße Frau trotz der Konkurrenz abschleppt.
Und für sie?
Für Lisa ist es ein Ego-Boost. Sie darf in ihrer Fantasie die „Schlampe“ sein (sorry für das Wort, aber im Dirty Talk ist es ein Kompliment), die von allen begehrt wird, ohne dass sie wirklich etwas „Falsches“ tut. Sie ist sicher bei mir, aber fühlt sich gefährlich.
Stufe 2: Das Drehbuch erweitern
Nachdem der Rewe-Kassierer funktioniert hat, wurden wir mutiger.
Wir haben Szenarien entwickelt.
Das „Bar-Szenario“:

Wir treffen uns in einer Bar (wir gehen wirklich hin!). Wir tun so, als kennen wir uns nicht.
Ich spreche sie an.
Sie erzählt mir, dass ihr Mann zu Hause wartet, aber dass er langweilig ist.
Ich versuche, sie „rumzukriegen“.
Wir fahren heim. Wir vögeln, als wäre es ein One Night Stand (siehe meinen ONS Guide).
Der Vorteil:
Wir durchbrechen den Alltag. Wir sind für 2 Stunden nicht „Thomas und Lisa aus Wermelskirchen“, wir sind „Der Fremde und die Ehebrecherin“.
Das Adrenalin ist echt. Der Orgasmus auch.
Die Regeln (Damit keiner heult)
Das ist Spiel mit Feuer. Ihr braucht Handschuhe.
- Es ist Fiktion.
Wenn sie sagt: „Der Typ im Gym ist heiß“, dann meint sie das als Teil der Rolle. Werde nicht wirklich sauer. Das ist Oscar-Verleihung, nicht Realität. - Das „Aftercare“ ist Pflicht.
Nach dem Sex müsst ihr wieder zu „Thomas und Lisa“ werden. Kuscheln. Sagen: „Ich liebe dich.“
Macht klar: Das war ein Spiel. In echt will ich nur dich. - Stopp-Wort.
Wenn eine Fantasie zu weit geht (z.B. Namen von echten Freunden – No Go!), muss einer „Rot“ sagen können.
Fazit: Mut zur Lücke
Viele Paare haben Angst vor ihren eigenen Gedanken. Sie denken, wenn sie an andere denken, betrügen sie.
Ich sage: Die Gedanken sind frei.
Nutzt eure Gehirne. Ihr habt das potenteste Sex-Spielzeug der Welt zwischen den Ohren (und nein, ich meine nicht die VR-Brille, obwohl die auch hilft).
Traut euch, schmutzig zu sein.
Traut euch, über andere Männer (oder Frauen) zu reden.
Solange ihr am Ende des Abends nebeneinander einschlaft, stärkt es euch nur. Es zeigt, dass ihr euch so sehr vertraut, dass ihr sogar eure dunkelsten Geheimnisse teilen könnt.
Und jetzt entschuldigt mich. Lisa hat mir gerade geschrieben, dass der „Klempner“ gleich kommt. Ich muss mich wohl anziehen… oder auch nicht.
Euer Thomas
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