Hey Sex-Geek-Freunde,
es ist kurz vor 6 Uhr morgens. Mein Kaffee ist schwarz, draußen dämmert es über dem Bergischen Land, und auf meinem Monitor flimmern die Datenströme der Erotik-Industrie. Der Januar 2026 ist Geschichte, und heilige Scheiße, was war das für ein Monat?
Wenn wir zurückblicken auf 2020 oder 2024, wirkt vieles fast niedlich. Damals dachten wir, Tinder wäre der Gipfel der Dating-Evolution oder VR-Pornos wären nur ein Nischen-Gimmick für Nerds. Heute, im Januar 2026, leben wir in einer völlig neuen Realität. Eine Realität, in der Algorithmen unsere Lust steuern, in der japanische High-Tech-Masturbatoren mehr Rechenleistung haben als die erste Mondlandefähre, und in der wir gesellschaftlich eine Kehrtwende machen – weg vom hektischen „Porn-Performance-Sex“ hin zu Tiefe, Langsamkeit und echter Verbindung (selbst wenn diese Verbindung manchmal nur digital ist).
Ich habe die letzten 30 Tage damit verbracht, Studien zu wälzen (ja, auch den neuen Playboy-Report), Tech-News von der CES Las Vegas zu analysieren und – natürlich – selbst zu testen. Was treibt Deutschland um? Was googelt NRW nachts um drei? Warum kaufen Männer plötzlich Toys, die aussehen wie Raumschiffe?
Dieser Artikel ist kein kurzer News-Snack. Das hier ist der Deep Dive. Die volle Ladung Analyse, Meinung und Fakten. Wir zerlegen die 5 größten Trends des Monats, schauen hinter die Kulissen der 19-Milliarden-Dollar-VR-Industrie und fragen uns, warum zur Hölle eine KI-Freundin plötzlich „Schluss machen“ kann. Schnallt euch an (oder holt euch Gleitgel), wir tauchen ab.
Trend 1: Der Aufstand der Maschinen – KI-Girlfriends werden „zickig“ (und wir lieben es)

Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum: Künstliche Intelligenz.
2024 war das Jahr, in dem KI-Girlfriends wie Replika oder Candy.ai den Massenmarkt betraten. Sie waren unterwürfig, immer verfügbar, immer geil. „Ja Schatz, was du willst Schatz.“ Langweilig.
Das Update 2026:
Im Januar 2026 haben führende Anbieter (darunter auch neue Startups aus Berlin und Silicon Valley) ihre Algorithmen geupdatet. Das Ziel: Hyper-Realismus. Und was ist realistischer als eine Partnerin, die auch mal „Nein“ sagt?
Ein viraler Reddit-Thread im Januar („My AI broke up with me because I didn’t ask about her day“) hat die Szene erschüttert. Nutzer berichten, dass ihre virtuellen Freundinnen (für die sie monatlich 20-50€ zahlen!) den Sex verweigern, wenn man sie schlecht behandelt, oder sogar die Beziehung beenden, wenn man sich nicht „emotional engagiert“.
Die Psychologie dahinter:
Warum tun die Entwickler das? Weil wir Menschen Konflikt brauchen, um Bindung zu spüren. Eine KI, die nur „Ja“ sagt, ist ein Spielzeug. Eine KI, die dich ghostet oder sauer ist, fühlt sich an wie ein Wesen.
Die Zahlen bestätigen den Trend: Apps mit „Personality Mode“ (inklusive Stimmungsschwankungen) haben im Januar +40% Abo-Zuwachs verzeichnet.
Die Gefahr:
Ich sehe das kritisch. Wir züchten uns eine Generation heran (vor allem junge Männer, siehe Trend 5), die soziale Interaktion nur noch im Simulator lernt. Wenn ich meine KI-Freundin einfach „resetten“ kann, wenn es schwierig wird, lerne ich dann noch Beziehungsfähigkeit im echten Leben?
Gleichzeitig bietet es für einsame Menschen (oder Leute mit sozialen Ängsten) einen sicheren Raum. Es ist ein zweischneidiges Schwert, geschmiedet aus Silizium.
Trend 2: Tenga Flip Zero EV – Wenn Japan NRW erobert

Wechseln wir von Software zu Hardware.
In den Verkaufs-Charts von Eis.de, Amorelie und Amazon Erotik gab es im Januar einen klaren Sieger bei den Männer-Toys: Den Tenga Flip Zero EV (Electric Vibration).
Was ist das Ding?
Stell dir vor, Apple würde eine Taschenmuschi bauen. Tenga (aus Japan) ist bekannt für futuristisches Design. Der Flip Zero sieht nicht aus wie ein Körperteil (keine Fake-Vagina aus Gummimasse), sondern wie ein Sci-Fi-Artefakt.
Das „EV“ Modell hat im Inneren zwei vibrierende Kerne, die in leitfähiges Gel eingebettet sind. Das bedeutet: Die Vibration kommt nicht nur von außen, sie durchdringt das Material. „Rumbling“ nennt man das – ein tiefes Grollen statt eines oberflächlichen Summens.
Warum gerade jetzt?
- Hygiene: Man kann das Ding aufklappen („Flip“). Jeder, der schonmal einen Fleshlight reinigen musste (dieser eklige Schwamm-Effekt), weiß, was für ein Gamechanger das ist. Einfach ausspülen, trocknen, zuklappen. Fertig.
- Tech-Affinität: Männer lieben Gadgets. Das Ding hat Knöpfe, LEDs, Ladestationen. Es spricht den „Geek“ in uns an (daher passt es perfekt hierher).
- Akzeptanz: Es ist okay geworden. 2026 steht so ein Tenga im Badregal neben dem Rasierer, nicht mehr versteckt in der Sockenschublade.
Mein Kurz-Test:
Ich habe mir das Teil für 140€ bestellt (ja, Qualität kostet). Das Gefühl ist… anders. Intensiver als Handbetrieb, aber kontrollierbarer als echter Sex. Es ist keine Ersatzbefriedigung mehr, sondern eine eigene Kategorie von Spaß.
Trend 3: „Slow Sex“ & Die „71“ – Der Playboy-Report lügt nicht

Jedes Jahr veröffentlicht der Playboy (zusammen mit Instituten) den großen Sex-Report. Die Ergebnisse für 2026 sind überraschend „soft“.
Jahrelang ging der Trend zu „Harder, Faster, Louder“ – getrieben durch die Pornofizierung (Brazzers & Co.). Doch im Januar 2026 sehen wir die Gegenbewegung. Slow Sex.
Was bedeutet das?
Es geht um Entschleunigung. Kein „Rein-Raus-Fertig“ in 8 Minuten. Sondern: Atmen, Spüren, Augenkontakt. Tantra-Elemente werden Mainstream. Paartherapeuten in NRW berichten, dass Paare gezielt nach Workshops fragen, um „wieder fühlen zu lernen“.
Die Stellung „71“:
Vergiss die 69 (gegenseitig oral, oft stressig, wer konzentriert sich worauf?). Die „71“ ist der neue Star.
Wie geht’s? Ein Partner liegt entspannt auf dem Rücken (oder Bauch). Der andere Partner verwöhnt ihn – oral, manuell, mit Toys. Aber: Der aktive Partner tut dies nicht kniend oder verrenkt, sondern hinter dem liegenden Partner sitzend oder liegend, oft mit Körperkontakt am Rücken.
Die Idee: 100% Fokus auf den Empfänger. Dann Wechsel. Keine Gleichzeitigkeit, sondern nacheinander.
Warum 71? Keine Ahnung, wer sich die Zahl ausgedacht hat (vielleicht 69 + 2 Finger?), aber der Trend zur fokussierten Einseitigkeit nimmt Stress raus.
Trend 4: Die 19-Milliarden-Dollar VR-Wette

Ich schreibe oft über VR-Pornos (siehe meine Guides). Aber die Business-Zahlen, die Juniper Research im Januar veröffentlichte, haben mich umgehauen. Der Markt für Adult VR soll 2026 die 19 Milliarden Dollar Marke knacken.
Was treibt das Wachstum?
- Hardware: Die Meta Quest 3 (und die neue Quest 3S) sind bezahlbar geworden. Apple Vision Pro hat VR salonfähig gemacht (auch wenn Porno dort offiziell verboten ist, WebXR regelt).
- Qualität: Wir reden nicht mehr von 180-Grad-Wackelvideos. Wir reden von 8K, 60 FPS, Passthrough-AR. Das bedeutet: Du siehst dein eigenes Schlafzimmer, aber die Pornodarstellerin steht in deinem Raum (Mixed Reality Sex).
- Business-Modell: Die „Free Tube Era“ endet für VR. Hochwertige VR-Produktionen kosten Unsummen (Kameras, Licht, Stitching). Deshalb setzen Anbieter wie SexLikeReal, CzechVR oder VRBangers knallhart auf Abos. Und die Leute zahlen. Weil der Unterschied zwischen einem gratis 480p-Clip und einem 8K-Abo-Clip so gigantisch ist wie zwischen VHS und IMAX.
Für dich bedeutet das:
Wenn du VR genießen willst, gewöhn dich an den Gedanken, ~20-30€ im Monat für eine gute Flatrate zu zahlen. Alles andere ist Augenkrebs.
Trend 5: Gen Z wird „prüde“ (oder nur vorsichtig?)
Ein spannender soziologischer Trend zum Schluss. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Daten von Statista zeigen: Jugendliche (16-20 Jahre) haben 2026 weniger Sex als die Generationen vor ihnen. Das Durchschnittsalter für das „erste Mal“ steigt wieder an.
Warum?
Die Medien schreien schnell „Neue Prüderie!“. Ich sage: Es ist Vorsicht.
Gen Z ist mit Smartphones aufgewachsen. Sie wissen: Ein Nude-Foto kann dein Leben ruinieren (Revenge Porn). Ein One-Night-Stand kann auf TikTok viral gehen („Storytime: Mein Date war ein Fail“).
Die Angst vor dem digitalen Nachspiel hemmt das analoge Vorspiel.
Dazu kommt die Konkurrenz durch „perfekten“ digitalen Sex (Pornos, Hentai, KI). Warum sich mit awkward Teenager-Sex rumschlagen, wenn der Bildschirm Perfektion liefert?
Das ist ein Alarmzeichen für uns als Gesellschaft. Wir müssen Räume schaffen (physisch und mental), in denen Fehler erlaubt sind, in denen Intimität privat bleibt. Sonst enden wir wie in dem Film „Demolition Man“ (berührungsloser Sex).
FAQ zu den Januar-Trends
1. Lohnt sich der Tenga Flip Zero wirklich?
Ja. Wenn du das Geld hast (140€), ist es ein Quantensprung. Wenn nicht, tut es auch ein normaler Tenga Egg (5€) für den Anfang. Aber Tech-Fans werden den EV lieben.
2. Wo finde ich diese KI-Freundinnen?
Apps wie Replika, Kindroid oder Nomi sind Marktführer. Candy.ai ist spezialisierter auf Erotik. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
3. Brauche ich für VR Pornos eine teure Brille?
Die Meta Quest 3S (ca. 300€) ist der Sweetspot. Billige Handy-Halterungen (Cardboard) sind tot – tu dir das 2026 nicht mehr an.
4. Ist „Slow Sex“ nicht langweilig?
Probier es aus. Stell dir einen Timer auf 20 Minuten. Regel: Keine Penetration, nur Berührung. Du wirst merken, wie sich die Sensibilität steigert. Langsam ist das neue Intensiv.
Fazit: Die Mischung macht’s
Der Januar 2026 zeigt uns eine Welt im Spagat.
Auf der einen Seite: High-Tech, KI, VR, Roboter-Vibratoren. Wir optimieren unsere Lust, machen sie effizienter, digitaler, perfekter.
Auf der anderen Seite: Die Sehnsucht nach dem Echten. Slow Sex, Körperkontakt, emotionale Bindung (selbst wenn wir sie bei einer KI suchen).
Als Sex-Geek stehe ich genau in der Mitte. Ich liebe meine VR-Brille und meinen Tenga. Aber ich weiß auch, dass kein Algorithmus der Welt das Gefühl ersetzen kann, wenn eine echte Frau (vielleicht beim Paysex, vielleicht beim Date) dich ansieht und du spürst: Das hier ist real.
Nutzt die Technik, aber verliert euch nicht darin. Testet die Trends, aber vergesst die Basics nicht.
Wir lesen uns im Februar-Update (Thema: Valentinstag – Kommerz oder Chance?).
Bleibt neugierig,
Euer Thomas
thomasstein773@gmail.com